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Cluster · Lebensgrundlagen

Nyumba ya mkutano — ein Haus der Begegnung in Lehm.

Lehm war über Jahrhunderte Baustoff in dieser Region. Mit „modernen" Materialien geriet er in den Hintergrund. Wir möchten — gemeinsam mit den Menschen vor Ort und einem deutschen Fachplaner — diese Bauweise wiederbeleben und für ein neues Zentrum in Dang'aida nutzen.

Modell eines Lehmgebäudes — Studienarbeit zum Projekt

Warum Lehm

Lehmbau verbindet ökologisch, kulturell und ökonomisch sinnvolle Aspekte: Material vor Ort, ortsübliche Technik, atmungsaktiv, kühlt das Innere bei Hitze. Die alte Bauweise gerät durch die Verbreitung industrieller Materialien in Vergessenheit — und mit ihr das Wissen, das Generationen getragen hat. Das Projekt soll dieses Wissen sichtbar machen, ergänzen und weitergeben.

Aus der Synergie von traditioneller und moderner Lehmbauweise lässt sich die Aufbereitung des Lehms an heutige technische Möglichkeiten anpassen. Wohnkomfort und Klima-Anpassung steigen, ohne den Bezug zu lokalen Ressourcen zu verlieren.

Machbarkeitsstudie mit Daniel Duchert

Für die Studie konnten wir Daniel Duchert aus Bargteheide gewinnen. Er ist Spezialist für Gestaltung mit Lehm, Fachplaner für Bildungsräume, Fortbildner und Künstler — und nach erstem Telefonat im Januar 2024 und einem persönlichen Treffen im März 2024 war klar: passt.

Im Mai 2024 reiste Daniel nach Tansania. Gemeinsam forschten wir in Bassotu, Wandela und Dang'aida — Bodenproben gesammelt, Mischungen getestet, Außenputz erprobt. Alle Werkzeuge mussten per Motorrad transportiert werden; nicht bequem, aber sinnvoll. Aus den zwei Wochen ist eine umfangreiche Broschüre entstanden. Sie ist Grundlage für die nächsten Schritte.

Wofür das Haus stehen soll

  • Kennenlernen von Lehm als traditionellem, atmungsaktivem, ortsüblichem und kostengünstigem Baustoff
  • Verdeutlichung regionaler Wertschöpfung — Material und Arbeit kommen aus der Region
  • Langfristige Ausbildungen und Seminare für Handwerker:innen, Architekt:innen und Selbstbauer:innen (auch für Menschen mit Behinderung)
  • Sprachkurse, Hygienekurse, Handwerks- und Kreativkurse (Gesang, Tanz, Theater)
  • Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort

Was zum Zentrum gehört (geplant)

  • Haupthaus mit Verwaltungsbüro, Seminarräumen, Küche und Speisesaal
  • Sanitäranlagen + Wohnung für die Projektleitung
  • Acht kleine, traditionelle Rundhütten mit Nasszellen für Gäste und Mitarbeiter:innen
  • Kindergarten mit Außenspielgelände
  • Kleiner Garten für Obst- und Gemüseanbau zum Eigenverzehr

Dank an Daniel Duchert für die fachlich herausragende Arbeit während der Machbarkeitsstudie. Sie schafft das Fundament für die Bauphase.

Galerie

Aus der Machbarkeitsstudie

Erste Versuche der LehmsteinherstellungVersuch mit Lehm-AußenputzArbeitsmaterial — Start der Machbarkeitsstudie

Zweckgebunden spenden

Den Lehmbau in die Bauphase tragen.

Verwendungszweck: „Lehmbau Dang'aida". Damit fließt Ihre Spende in die Bauplanung, in Schulungen vor Ort und in die ersten Bauabschnitte.