Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen — die Sustainable
Development Goals — sind seit 2015 der globale Maßstab für
Entwicklungsarbeit. Wir tragen mit unseren Projekten direkt zu
6 Zielen bei, indirekt zu weiteren
9. Bei zwei Zielen leisten wir keinen
direkten Beitrag — auch das nennen wir offen.
Alle 17 SDGs im Überblick
Klicken Sie auf ein Ziel — direkt zum Detail.
Die Agenda 2030 wurde 2015 von allen 193 Mitgliedstaaten der Vereinten
Nationen verabschiedet. Detaillierte Indikatoren je Ziel finden Sie bei
UN SDGs
(englisch) und
sdg-indikatoren.de
(deutsch).
Für jedes der 17 Ziele: kurze Erklärung in Klartext und ehrlicher Abgleich
mit unserer Arbeit. „Direkt" heißt: nachweisbar, mit konkreten Zahlen.
„Indirekt" heißt: wir berühren das Ziel, aber es ist nicht unser Hauptfokus.
„Nicht direkt" heißt: wir tun dazu nichts — sagen das aber.
SDG 1
Direkter Beitrag
Keine Armut
Was meint das Ziel: Armut in allen Formen weltweit beenden — bis 2030 sollen alle Menschen über soziale Schutzsysteme und gleichberechtigten Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen verfügen.
UN-Indikator: 1.a — Ressourcen aus Entwicklungszusammenarbeit für Programme zur Armutsbekämpfung mobilisieren.
Was wir tun: Über unser Wohnhaus-Projekt in Bassotu sichern wir bezahlbaren Wohnraum für Lehrkräfte und Krankenschwestern — Grundvoraussetzung dafür, dass qualifizierte Fachkräfte überhaupt vor Ort leben können.
Was meint das Ziel: Hunger beenden, Ernährungssicherheit erreichen und nachhaltige Landwirtschaft fördern.
UN-Indikatoren: 2.3 + 2.4 — Landwirtschaftliche Produktivität von kleinen Erzeuger:innen verdoppeln; nachhaltige, klimaresiliente Anbaumethoden.
Was wir tun: Permakultur-Workshop in Wandela mit Bernhard Gruber. Retentionsgräben halten Regenwasser im Boden. 100 Jungbäume gepflanzt. Frauenkooperative im Aufbau.
Was meint das Ziel: Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten — von Mütter- und Kindersterblichkeit bis zur allgemeinen Gesundheitsversorgung.
Was wir tun: PONA Dispensary in Bassotu mit Dr. Hayte. Ultraschall + Blutanalyse + Mikroskop seit 2023. Geburtshaus 2024 errichtet. Spendenaktion „100 sichere Geburten".
Was wir tun: Reggio-Kindergarten in Dang'aida geplant. Pädagogisches Konzept entwickelt — Materialschwerpunkt Ton (PädArT), Einbindung der Dorfgemeinschaft.
Was meint das Ziel: Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.
Was wir tun: Frauenkooperative im Gartenprojekt Wandela im Aufbau — wirtschaftliche Eigenständigkeit über Permakultur-Anbau. Dr. Hayte als Mädchen-Gesundheitsvertrauensperson (auch für Themen, die in der traditionellen Gesellschaft schwer ansprechbar sind).
Was meint das Ziel: Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.
UN-Indikatoren: 6.1 / 6.2 / 6.a / 6.b — Trinkwasser, Sanitärversorgung, Mitwirkung der Gemeinden am Wassermanagement.
Was wir tun: 85-Meter-Brunnen in Wandela seit 2010 (solar seit 2013, zwei feste Mitarbeiter:innen). Sandfilter-Versuch in Dang'aida 2025 — mit ehrlich erzählter Lessons-Learned.
Was meint das Ziel: Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und moderner Energie für alle sichern.
Was wir tun: Die Brunnenpumpen in Wandela werden seit 2013 ausschließlich solar betrieben. Lehmbau-Häuser sind bauphysikalisch effizienter als Beton — geringerer Kühlbedarf, kein Stromverbrauch für Klimatisierung.
Was meint das Ziel: Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle.
Was wir tun: Zwei feste Mitarbeiter:innen für die Brunnenwartung in Wandela seit 2013 (existenzsichernde Arbeit vor Ort). Schneiderinnen-Ausbildung und Frauenkooperative im Aufbau. Lokales Handwerk (Lehmbauer:innen, Maurer:innen) wird konsequent beauftragt — kein Import von externen Firmen.
Was meint das Ziel: Eine widerstandsfähige Infrastruktur aufbauen, breitenwirksame und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.
Was wir tun: Lehmbau-Programm verbindet traditionelle lokale Bauweise mit modernem Wissen (z.B. besser belüftete Dächer, neue Stampftechnik). Wissenstransfer in beide Richtungen — keine Top-Down-Innovation.
Was meint das Ziel: Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern.
Was wir tun: Unsere Arbeit basiert auf einer Süd-Nord-Partnerschaft auf Augenhöhe mit Dabavita NGO. Entscheidungen über Projekt-Prioritäten treffen die Menschen vor Ort — wir bringen Mittel und Know-how, keine Vorgaben.
SDG 11
Kein direkter Beitrag
Nachhaltige Städte und Gemeinden
Was meint das Ziel: Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten.
Was wir tun: Wir arbeiten im ländlichen Raum, nicht in Städten. Indirekt jedoch: das Wohnhaus-Projekt in Bassotu folgt nachhaltigen Bauprinzipien (Lehm, lokale Materialien, schattenspendende Verandengestaltung).
Was meint das Ziel: Nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sicherstellen — weniger Ressourcenverbrauch, weniger Müll, mehr Kreislaufwirtschaft.
Was wir tun: Permakultur-Prinzipien im Gartenprojekt: Mischkultur statt Monokultur, geschlossene Nährstoffkreisläufe, kein Plastik. Lehmbau verwendet ausschließlich lokale Materialien (kein Beton-Import). Aussortierte Kleidung wird über „Platz schaffen mit Herz" einer zweiten Nutzung zugeführt.
Was meint das Ziel: Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.
Was wir tun: Permakultur und Retentionsgräben binden CO₂ im Boden, halten Wasser in der Landschaft und machen die Region klimaresilient gegen längere Trockenperioden. 100 gepflanzte Jungbäume in Wandela. Lehmbau hat eine deutlich bessere CO₂-Bilanz als Beton.
Was meint das Ziel: Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.
Was wir tun: Wir arbeiten im Binnenland der Manyara-Region — wir leisten keinen direkten Beitrag zu diesem Ziel. Indirekt: bessere Bodenpflege bei uns reduziert Nährstoffeintrag in Flüsse, die letztlich in den Indischen Ozean münden.
SDG 15
Indirekter Beitrag
Leben an Land
Was meint das Ziel: Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen.
Was wir tun: 100 gepflanzte Jungbäume in Wandela. Retentionsgräben verlangsamen Erosion und verbessern Bodenfruchtbarkeit. Mischkultur stärkt Bodengesundheit. Lehmbau verzichtet auf Beton (keine Zementproduktion = weniger Landverbrauch durch Abbau).
Was meint das Ziel: Friedliche und inklusive Gesellschaften fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und auf allen Ebenen leistungsfähige, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen aufbauen.
Was wir tun: Durch die Stärkung von Dabavita NGO als lokaler Akteur stärken wir lokale zivilgesellschaftliche Strukturen — eine der Voraussetzungen für funktionierende Institutionen.
SDG 17
Direkter Beitrag
Partnerschaften zur Erreichung der Ziele
Was meint das Ziel: Umsetzungsmittel stärken und die Globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen.
UN-Indikatoren: 17.16 / 17.17 — Multi-Stakeholder-Partnerschaften zur Mobilisierung und Verbreitung von Wissen, Expertise, Technologie und Finanzressourcen.
Was wir tun: Vision Tansania arbeitet seit 2009 mit Dabavita NGO als gleichberechtigtem Partner vor Ort. Weitere Partner: ELAN Rheinland-Pfalz, BINGO! Umweltlotterie, action medeor.