Cluster · Wasser
Wasserprojekt Dang'aida — ein Versuch, ehrlich erzählt.
Wir haben ein bestehendes Regenrückhaltebecken mit Solarpumpe und Sandfilter zu einer Trinkwasseranlage umgebaut. Sie funktionierte — und stieß dann an die Grenze der Ressource. Was wir gelernt haben, ist genauso wichtig wie das Wasser, das während der zwei Monate geflossen ist.
Was wir bauen wollten
In Dang'aida verlässt sich die Bevölkerung auf ein verschmutztes Wasserbecken. Unser Plan: das von der Dorfgemeinschaft selbst angelegte Regenrückhaltebecken so umrüsten, dass es ganzjährig sauberes Wasser bereitstellen kann. Eine solarbetriebene Pumpe sollte Wasser in einen 5.000-Liter-Sandfiltertank pumpen. Das gefilterte Wasser läuft in einen zweiten Tank und steht dann an mindestens vier Hähnen zur Verfügung. Ein Wachhaus, ein vom Dorf gestellter Wachmann — Verantwortung im Dorf, nicht im Verein.
Wie der Aufbau lief
Im April 2025 reiste unser 2. Vorsitzender Siegfried Kästle nach Tansania, um gemeinsam mit Gisamo das Projekt zu starten. Noah war maßgeblich an Planung und Skizzierung beteiligt. Nach Gesprächen mit dem Gemeinderat und den notwendigen Behördengängen konnte es losgehen. Gisamo koordinierte Material, Arbeiter und die schwierigen Transportwege.
Boote, Tanks und Solarpaneele erreichten schließlich Dang'aida. Ein kleines Haus für die Solarpaneele wurde gebaut, die Tanks gesetzt, Leitungen gelegt. An zwei Kanistern befestigt gelangte die Pumpe — getragen von zwei Booten — zur tiefsten Stelle in der Mitte des Beckens. Gisamo baute einen einfachen Sandfilter. Für kurze Zeit funktionierte alles besser als erhofft: Menschen aus weiter entfernten Wasserstellen kamen nun nach Dang'aida.
Wo die Realität dazwischen kam
Das Wasserbecken hat keinen natürlichen Zufluss. Es füllt sich nur durch Regen und verliert schnell durch Sonne, Wind, Versickerung und durch Tiere. Durch die hohe Nutzung leerte es sich schneller als erwartet. Nach zwei Monaten war das Wasser erschöpft. Die Anlage haben wir vorübergehend abgebaut und nach Bassotu zurückgebracht, um sie zu schützen.
Was wir daraus mitnehmen
- Gute Technik allein reicht nicht. Ohne ein Wassermanagement, das die natürlichen Grenzen respektiert, kann es keine dauerhafte Lösung geben.
- Wir müssen die Erfahrung der Dorfgemeinschaft stärker einbeziehen. Sie wissen am besten, wie ihr Wasser lebt und verschwindet.
- Das Projekt ist nicht gescheitert. Es hat uns gezeigt, wo wir neu denken müssen — gemeinsam mit den Menschen in Dang'aida.
Gefördert wurde das Projekt durch ELAN e.V., finanziert aus Mitteln der BINGO!-Umweltlotterie von Lotto Rheinland-Pfalz. Wir bedanken uns dafür ausdrücklich — auch und gerade, weil sich am Ergebnis zeigt, wie schwer gut gemeinte Lösungen vor Ort sein können.
Galerie
Aufbau, Betrieb, Rückbau





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Neuplanung mittragen.
Verwendungszweck: „Wasser Dang'aida". Wir entwickeln gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft Wege, wie die vorhandene Ressource möglichst lange im Jahr reicht.